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Es war eine Herausforderung: Nach Jahren der ausschliesslich digitalen
Präsentation meiner Arbeiten sollte es nun wieder eine Ausstellung gedruckter Bilder
werden. Ideen entwickeln, Material sichten, ein
Konzept erstellen und nicht zuletzt in langen Tagen und Nächten die
Umsetzung am Bildschirm ― aber schliesslich stand die Ausstellung:
New Yorker Collagen zeigt ein etwas anderes Bild der Stadt.
Aus den Wurzeln meiner New York City Reality Series mit
aufpolierten Stadtsichten entstanden bittere, sentimentale,
dramatische, schöne, kurz: urbane Collagen aus dem grossen Apfel.
Grundlagen der Arbeiten waren neueste digitale Fotos, fast 30 Jahre
altes Kleinbildmaterial und mehr.
Die Ideen zu den Bildern entstanden meist erst beim Betrachten der
Motive im digitalen Labor. Zusammenhänge zu schaffen, Denkanstösse zu
vermitteln oder einfach nur eine neue, nicht reale Sicht zu kreieren,
das waren die Ziele bei der Arbeit.
Mit
Canvas auf Keilrahmen bewegte ich mich erstmals fort vom Papierdruck ― in
eine sinnlichere Welt. Das sehr präsente und natürliche Material gibt
den Motiven eine lebendige Fülle. Bei Formaten von teils über einem
Meter Breite kratzen die Bilder an der Grenze zum Schlagwort LFP (Large Format
Printing = Grossformatdruck). Farben, Lichter und Dunkelheit bekommen
in dieser Grösse eine beachtliche Präsenz. Hierdurch und in
Kombination mit dem für mich neuen Material fühle ich, dass ich mit
dieser Ausstellung gegenüber meinen bisherigen A3-Drucken einen
grossen Schritt getan habe.
Die Publikumsreaktionen auf diese Ausstellung zeigen mir, dass ich auf
dem richtigen Weg bin. |